Garantiezins gesenkt

Angesichts der Nullzinspolitik der EZB war es nur eine Frage der Zeit, wann die Lebensversicherer den Höchstrechnungszins senken müssen. Nun hat das Bundesministerium der Finanzen mit seiner Verordnung vom 18. Mai 2016, Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 24 Seite 1231, den neuen Höchstrechnungszins auf 0,9 Prozent festgelegt. Dieser von 1,25 Prozent auf 0,9 Prozent herabgesetzte Garantiezins gilt ab dem 1. Januar 2017.
Der Höchstrechnungszins, auch Garantiezins genannt, ist der maximale Zins, den die Versicherer in den Tarifen berücksichtigen dürfen, der zusammen mit dem Sparanteil die garantierte Leistung für den Versicherten ergibt. Über die garantierte Leistung hinaus erwirtschaften die Versicherer Überschüsse für ihre Kunden.
Was bedeutet das für Sie?

Von der Neuregelung sind alle ab 1. Januar 2017 mit Zinsgarantie neu abgeschlossenen Versicherungsverträge betroffen. 
Wer nach dem 31.12.2016 eine Lebensversicherung abschließt, zahlt für die gleiche garantierte Erlebensfallleistung geringfügig mehr, dafür kann er jedoch von den weiteren Überschüssen der Versicherer mehr erwarten.
Auch Kranken- oder z. B. Berufsunfähigkeitsversicherungen werden von der Garantiezinsänderung betroffen. Garantierte Leistungen werden teurer, da der garantierte Zins für die Kalkulation geringer wird.
An die davor bestehenden Versicherungsverträgen ändert sich für die gesamte Laufzeit nichts.
 
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